TSG KETSCH e.V. 1902
Wandergruppe
Erste diesjährige Wanderung der TSG Wandergruppe Durch das Modenbachtal zum Heldenstein Über die Höhen des Pfälzer Waldes zogen dichte graue Wolken, als wir hinter Hainfeld in das Modenbachtal hineinfuhren. Die Wolken benetzten die Spitzen der Bäume in den höchsten Lagen und tauchten sie in ein winterliches Grauweiß, das wahrscheinlich auf Reif zurückzuführen war. Jedenfalls der erhoffte Schnee, für eine winterliche Tour, war weder in den Höhen und schon gar nicht im Tal anzutreffen. So begannen wir also unseren Modenbachtalweg, zum Forsthaus Heldenstein, ab dem Amicitia Parkplatz auf einem wenig winterlichen, dafür umso herbstlicheren, wasserdurchtränkten Weg, mit fast knöcheltiefem moorastig, mattschigem Untergrund, der die Wanderschuhe und die unteren Hosenbeine ordentlich eindreckte. Aber das konnte die zwölfköpfige Wandergruppe, die sich zur ersten Tour  der TSG Ketsch Wandergruppe zusammengefunden hatte, nicht verdrießen. In zügigem Schritt, nach Möglichkeit den größten Pfützen und mattschigsten Stellen des Weges ausweichend, kam die Gruppe flott auf dem leicht ansteigenden, ca. 6 km langen Weg im Modenbachtal voran. Nur die letzten fünf- bis sechshundert Meter vor dem Ziel wurden steiler und trieben demzufolge den Puls und die Tanspiration etwas höher. Schneller als erwartet, nach eineinhalb Stunden, wurde somit der Einkehr- und Endpunkt, das Forsthaus Heldenstein erreicht. Das über 160 Jahre alte Forsthaus wurde 2001 durch private Initiative vor dem Verfall gerettet, und zu einer einladenden Pfälzer Wald- und Wandergaststätte restauriert. Das kulinarische Angebot, also der obligatorische Saumagen oder die Leberknödel, entspricht dem, was man von einer Pfälzer Gastronomie für überwiegend Wanderer erwartet. So konnten sich die Wanderer ordentlich mit Essen stärken und den Flüssigkeitsverlust mit entsprechenden Getränken wieder ausgleichen. Zudem blieb noch genügend Zeit zum unterhaltsamen Plausch unter Wanderfreunden, ein wichtiger Bestandteil jeder Gruppenwanderung.  Interessanter Weise stellt man dabei häufig fest, wie klein die Welt ist und es oftmals gleiche oder ähnliche Lebensentwürfe oder gar Vernetzungen gibt. So fanden sich in der Gruppe zwei „Jünger der schwarzen Kunst“, die Ende der fünfziger, Anfang der sechziger Jahre, das ehrbare Handwerk der Schriftsetzer, noch größten Teils, nach den Vorgaben des alten Gutenberg, erlernten. Der Rückweg ist schnell abgehakt, er entsprach dem Hinweg, und führte zu einer problemlosen Heimreise. Die nächste Wanderung, am Samstag, 14. April, erfolgt erneut in der Pfalz. Von Lug zum Hornstein und zu den Geiersteinen über Runder Hut wieder zurück nach Lug. Näheres wird noch in den Medien bekanntgegeben. ws