TSG KETSCH e.V. 1902
Er&Sie
Die TSG Ketsch Er&Sie Gruppe im Schloss Schwetzingen „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah!“ Unter diesem Motto stand der diesjährige Ausflug der Er&Sie Gruppe. Ziel war das Schloss Schwetzingen, und zwar innen und außen, also Schloss und Garten mit professioneller Führung. Und es begann erstmal mit der Schlossführung. Natürlich hatten die meisten „ihr“ Schloss im Laufe der Zeit bereits besichtigt, aber nach der letzten Renovierung waren alle gespannt und neugierig auf die aktuelle Präsentation. Gleich der erste Saal, ein Empfangssaal, führte uns durch seine authentische Einrichtung in die Welt des Kurfürsten Carl Theodor. Die Erklärungen und Kommentare der Führerin ergänzten den Eindruck und das begleiteten uns von nun an durch alle Räume. Da wandelten wir durch Schlafräume, Gesellschaftsräume, Esszimmer für den Fürsten und seine Gemahlin und – natürlich – für den Hofstaat. Und es sah so aus, als wenn sie alle gerade noch da gewesen wären. Wir lernten, warum man damals im Sitzen geschlafen hat – deshalb die auffällig kurzen Betten - und woher der Begriff „Stuhlgang“ kommt. Bei alle dem vergleicht man unwillkürlich die damalige Lebenssituation der  „Menschen am Hofe“ mit unserer aktuellen und stellt fest: Es ist viel passiert in den fast 300 Jahren, und heute geht es uns, „dem gemeinen Volk“, sehr gut und in manchen Belangen sogar besser und viel besser. Und um das heraus zu finden muss man die Schlossführung genau so professionell erleben wie wir. Nach dem einstündigen, intensivem Erlebnis, mit vollem Kopf und müden Füssen, war Ausruhen und Verarbeitung der neuen Erkenntnisse im Brauhaus zum Ritter fällig. Und dann stand ein „klassischer Lustwandel“ im Schlossgarten auf der Agenda , wieder mit professioneller Führung. Der Gegensatz vom französischen zum englischen Garten mit dem harmonischen Übergang ist immer wieder beeindruckend. Es gab in den 1 ½ Stunden so viel zu sehen und zu erklären, nur zum Beispiel vom „Ende der Welt“ bis zum „lieblichen Wiesental“, und trotzdem haben wir immer noch nicht alles gesehen. Man muss eben doch immer wieder kommen. Und das haben wir uns alle vorgenommen. In Gedanken an das Erlebte haben wir uns auf den - nahen – Heimweg gemacht, per Rad, zu Fuß oder doch noch bei einer Tasse Kaffee alles Revue passieren lassen. Schön war es und hat uns gezeigt, dass man nicht weit reisen muss um so Schönes zu erleben.