TSG KETSCH e.V. 1902
Freitagssportler
An Glan und Nahe Der Jahresausflug der TSG-Freitagssportler führte diesmal neun Mitglieder unserer Männersportgruppe in das Pfälzer Bergland an Glan und Nahe. Als Ausgangspunkt wählte unser Sportfreund, Christopher Schmitt, der Organisator der Reise, die kleine Stadt Meisenheim am Glan aus. Dieser mittelalterliche Ort blieb als einzige der pfälzischen Städte in seiner 700jährigen Geschichte von Zerstörungen durch Kriege oder anderen Katastrophen verschont. Dadurch konnte sich der Ort weitestgehend sein mittelalterliches Gepräge und eine dementsprechende Ausstrahlung erhalten. Von Meisenheim aus starteten wir noch am ersten Tag in das ca. 40 km entfernte Idar-Oberstein. Hier interessierten sich die Männer weniger für die „Edlen Steine“, welche die Bekanntheit dieser Stadt ausmachen, sondern mehr für die örtlichen, touristischen Sehenswürdigkeiten. Die auf dem Steilufer über der Stadt thronende Burgruine Oberstein, Schloss Oberstein genannt und die Burgruine Bosselstein, nebst der, 60m über der Stadt, in eine Bergnische gebauten Felsenkirche, erweckten mehr das Interesse der Ausflügler. Ein herrlicher Blick über die aus Oberstein, Idar, Tiefenstein und Algenrodt vereinigten Gemeinden zur Stadt Idar-Oberstein und das idyllische Nahetal, entschädigte für den pulstreibenden Aufstieg. Das durch den Burgenverein in vielen Bereichen hervorragend restaurierte und sanierte Schloss Oberstein beeindruckte durch einige schöne Säle und Räume für zahlreiche Veranstaltungen und lud zum verweilen bei einem Umtrunk ein. Die Planungen für Tag zwei sahen die Gruppe auf dem Disibodenberg. Wo die Glan in die Nahe mündet erhebt sich dieser imposante Berg, dessen bewaldetes Bergplateau im Mittelalter teilweise abgetragen wurde um darauf ein Kloster zu bauen. Seine Ursprünge sollen auf das Jahr 640 zurück gehen, in dem der irisch-schottische Wandermönch Disibod auf dem Berg als Eremit siedelte und eine erste Taufkapelle bauen ließ. Bekannt ist die weitläufige, imposante, leider sehr verfallene Klosteranlage, vor allem durch Hildegard von Bingen. Sie leitete in dem Männerkloster annähernd 40 Jahre eine Klause mit einem kleinen Frauenkonvent, bevor sie etwa um 1150 ihre eigene Klostergründung auf dem Rupertsberg in Bingerbrück bezog. Der Höhepunkt des Ausflugs war dann am dritten Tag die Fahrrad-Draisinenfahrt von Staudernheim nach Altenglan. Gut 40 kam zieht sich diese alte stillgelegte Eisenbahnstrecke durch das landschaftlich reizvolle Tal von Nahe und Glan dahin. An geraden Kalendertagen geht die Fahrt von Staudernheim leicht bergauf nach Altenglan und an ungeraden wieder in die andere Richtung. Wir hatten das „Glück“ eines geraden Kalendertages, was bedeutete, dass wir uns bergauf abstrampeln durften und erfreuten uns auch noch eines stetigen Gegenwinds. Auf der Hälfte der Strecke, in der Bahnhofsgastwirtschaft Lauterecken war demzufolge eine Stärkung mit Essen und Gebräu aus der kleinen hauseigenen Brauerei angesagt. Die zweiten 20 km verlangten dann den Fahrrad-Draisinentretern noch mal alles ab, doch der sportliche Ergeiz trieb uns voran, so dass alle drei Draisinenbesatzungen wohlbehalten, am Nachmittag den Endpunkt in Altenglan erreichten, von wo aus es mit dem öffentlichen Verkehrsmittel Bus zurück nach Meisenheim ging. Bevor die Heimreise am Sonntag angetreten wurde hatte der „Reiseleiter“ noch eine Fitnesstour für die Füße vorgesehen. Barfuß, 3,5 km an der Nahe auf dem deutschlandweit ersten Barfußpfad in Bad Sobernheim, hieß die Übung. Über Sand, Steine, Rindenmulch, Gras, durch Wasser und Lehm, Kiesbänke und eine Nahefurt ging diese rund zweistündige Fußreflexzonenmassage. Sieben illustrierte Tafeln informieren dabei den Barfußtramper über 300 Millionen Jahre Erdgeschichte des Nahe-Berglandes. ws
Neu Wandergruppe