TSG KETSCH e.V. 1902
Naturpark Obere Donau – Jahresausflug der TSG Freitagssportler Wo die Donau versickert Wie meistens, wenn die Freitagssportler der TSG Ketsch ihren Jahresausflug antreten, meint der Wettergott es gut mit ihnen. So konnten neun Mitglieder aus der Sportgruppe am Freitag des letzten Septemberwochenendes 2013 bei sonnigem Wetter, wohlgemut ihre Reise an die Donau ausführen. Ziel war das Obere Donautal, wo zwischen Immendingen und Fridingen, die Donau an durchschnittlich 150 Tagen des Jahres in der Kalk-Formation des Weißen Jura versinkt, um im rund zwölf Kilometer entfernten Aachtopf wieder an der Oberfläche zu erscheinen, und nun als Aach über Radolfzell in den Bodensee zu gelangen. Auf diese Weise fließt ein Teil des Donauwassers auch in den Rhein. Nach problemloser Fahrt erreichten die Sportler, um die Mittagszeit, ihr gebuchtes Hotel auf dem Knopfmacherfelsen (Sage dazu siehe Bild) über der Stadt Fridingen und mit herrlichem Blick über das Donautal gelegen. Nach einer angemessenen Stärkung konnte die für diesen Tag vorgesehene Wanderung angegangen werden. Vom Knopfmacherfelsen, 765 m über NN, erfolgte der Abstieg ins 150 m tiefer gelegene Tal der Donau, nach kurzer Wegstrecke ging es wieder bergauf zum Stiegelesfels und weiter über den Laibfelsen, bis die Wanderer nach ca. 12 km, wieder im Tal angekommen, die kleine Stadt Fridingen erreichten. Hier im Ortskern bot das historische, aus dem Mittelalter stammende Gasthaus „Scharfeck“, willkommene Gelegenheit den Durst zu löschen und danach fiel auch der Wiederaufstieg zum Hotel auf dem Knopfmacherfelsen nicht mehr schwer. Der Samstag brachte den eigentlichen Höhepunkt des Ausfluges. Eine Paddeltour auf der, hier zum Glück, nicht mehr versickernden Donau. Nach kurzer Fahrt gelangten wir nach Hausen im Tal, dem Ausgangspunkt der Paddeltour. Nachdem die entsprechenden „Formalitäten“ erledigt waren, konnten die gemieteten drei Kanus mit je drei Freitagssportlern besetzt werden. Die Ketscher Amateurpaddler begaben sich nun auf eine rund 12 km lange Flussstrecke in dem die Donau im Naturpark Obere Donau, mit seinem herrlichen tief eingeschnittenen, rechts und links von steilen Felsen gesäumten Tal die Schwäbische Alb durchquert, und an einigen kleineren Gemeinden vorbei, der Stadt Sigmaringen zufließt. Schon bald nach einsetzen der Kanus hatten die Paddler eine erste Bewährungsprobe zu bestehen denn das Flussbett wurde immer seichter und die Boote schrammten merklich über besonders flache Wasserstellen, da der Pegel der Donau gerade noch im Bereich, für eine erlaubte Befahrung war. Bald saßen die ersten mit ihrem Kanu fest, was natürlich zur besonderen Schadenfreude bei den anderen führte, die mit viel Glück ohne aufzusitzen durch die Untiefe kamen. Wenn das Wasser wieder tiefer wurde entspann sich ein sportlicher Dreikampf zwischen den Kanus um die Spitzenposition. So gelangte man an das erste Wehr bei der Neumühle wo die Kanus umgesetzt werden mussten was auch zu einer kurzen Rast genutzt wurde, da wir hier etwa die Hälfte unserer Flussstrecke hinter uns hatten. Im weiteren Verlauf der Paddeltour mussten wir wiederholt Untiefen überwinden und konnten zum Ausgleich in tieferen Streckenverläufen die Kanus sanft gleiten lassen. So erreichten wir nach gut drei Stunden unseren Anlandepunkt an der Brücke im Ort Gutenstein. Zuvor war jedoch noch das Wehr in Gutenstein zu überwinden, was zur abschließenden Gaudi führte, da zwei Kanus nicht umsetzen wollten, sondern im Hauruckverfahren über das wenig Wasser führende Wehr rutschten. Entsprechend den Kanumietvereinbarungen zogen wir die Kanus an Land, legten die Schwimmwesten hinein und hinterließen alles zur Abholung durch den Bootsverleiher. Auf dem Rückweg, entlang der Donau auf der L 277, legten wir eine Pause zur Besichtigung der 1077 als Augustiner Chorherrenstift gegründeten, seit 1863 als Benediktinerkloster wiederbesiedelten Erzabtei St. Martin – das Stammkloster der Beuroner Kongregation, ein. Am Rückreisetag war noch ein Besuch im nahegelegenen Sigmaringen geplant. Die Siedlungsgeschichte dieser Kreisstadt reicht bis in die Altsteinzeit zurück. Heute wird sie vor allem mit dem Namen „Hohenzollern“ verbundenen wozu vor allem das auf einem Felsen über der Stadt gelegene Schloss beiträgt. Nach einer interessanten Führung durch das Schloss und anschließender Stadtbesichtigung unter Einschluss einiger Wege durch die vergangene kleine Landesgartenschau, traten zufriedene Ausflügler eine entspannte Heimreise ohne Staus und Verkehrsbehinderung an. (ws) Bilder: Die Sage vom Knopfmacherfelsen
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