TSG KETSCH e.V. 1902
Aktuelles
Rasenbewässerungsanlage bei der TSG Ketsch komplett saniert Herr Dr. Dürrfeld, die Rasenbewässerungsanlage wurde von Grund auf saniert. Warum war das nötig geworden? Dr. Dürrfeld: Die über 20 Jahre alte Rasenberegnung ließ sich aufgrund mechanischer Abnutzung der Regner nicht mehr regulieren, so dass das Wasser nur noch einen Teil der Fläche erreichte und der Rasen dadurch viele braune Stellen aufwies. Außerdem ließ sich die alte Anlage nicht regeln, die Anzahl der Regner war zu gering und diese konnten nicht individuell betrieben werden. Wie darf man sich die Sanierung konkret vorstellen? Dr. Dürrfeld : Anfang des Jahres hat die Firma Benz aus Göllheim alle Regner ausgetauscht, so dass das Wasser nun von 15 verschiedenen Punkten aus auf der gesamten Fläche verteilt wird. Um eine optimale Reichweite und Überlappung der Beregnungsbereiche zu gewährleisten, werden die 3 Vollkreisregner in der Mitte des Platzes und die 12 Teilkreisreisregner entlang der vier Seiten immer nacheinander betrieben. Es wurde zudem ein neuer Verteilerkasten installiert, von dem aus man die Startzeit der Beregnung, die Dauer und die Aktivität eines jeden einzelnen Regners programmieren kann. So können gezielt trockene Flächen stärker und andere Flächen weniger oder gar nicht bewässert werden. Darüber hinaus können verschiedene Programme hintereinander automatisiert ablaufen, z. Bsp. am frühen Morgen und nach Sonnenuntergang. Musste der Sportplatz für diese Maßnahmen aufgegraben werden? Dr. Dürrfeld : Nein, ein spezieller Traktor fuhr über den Platz, der ähnlich wie ein Pflug einen dünnen, ca. 30 - 40 cm tiefen Schnitt in den Boden machte. In diesen wurde sowohl die neue Wasserleitung als auch das Kabel für die Ansteuerung der Regler verlegt (Foto). Nur die Strecke vom Rasen, unter der Laufbahn durch, bis zum Verteilerkasten war eine größere Herausforderung. Dieses Problem wurde mittels einer „Druckluftrakete“ gelöst. Diese Technik ermöglicht es, ein Leerrohr mit Druckluft unter der Laufbahn „durchzuschießen“, in welches das Kabel anschließend eingezogen wurde (Foto). Was sind die Vorteile der neuen Anlage? Dr. Dürrfeld : Als erstes ist zu nennen, dass der Rasen jetzt bedarfsgerecht bewässert werden kann, manche Bereiche mehr und manche weniger und es nicht nur, wie bisher, die zwei Einstellungen “Wasser-an“ und „Wasser-aus“ gibt. Das bringt auch eine Kostenersparnis, da nur so viel Wasser verbraucht wird, wie wirklich nötig ist.Zweitens ist es eine große Erleichterung, dass dank der modernen Programmierungstechnik die Anlage, personenunabhängig , ganz früh morgens oder spät abends bzw. nachts laufen kann und der Sportbetrieb nicht durch nassen Rasen beeinträchtigt wird. Bewässerung allein reicht aber noch nicht aus. Welche Pflegemaßnahmen stehen denn noch an? Dr. Dürrfeld : Ja, das stimmt. Ein guter Sportrasen will auch gut gepflegt sein. Dankenswerterweise haben sich die Herren der Freizeitgruppe „Mittwochskicker“ um das Auffüllen der Löcher gekümmert und die Firma Rinklef wurde mit der Nachsaat beauftragt. Dafür ist der jetzige Zeitpunkt natürlich sehr günstig, da noch eine Weile kein Sportbetrieb stattfinden wird. Das 14tägige Mähen, das Vertikutieren und Düngen übernimmt schon seit vielen Jahren unentgeltlich die Gemeinde Ketsch. Dann steht ja einer Wiedereröffnung des Sportgeländes von dieser Seite her nichts mehr im Weg. Hoffen wir für die TSG und uns alle, dass es bald soweit sein wird! Vielen Dank für das Gespräch. Das Interview führte Petra Meyer